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50. Grand-Prix von Macau

Marc Hennerici Dritter im Tourenwagenweltfinale

Als Marc Hennerici am 16.11.2003 mit seinem BMW 320i die Ziellinie des Grand-Prix-Kurses von Macau überquerte, konnte er sein Glück kaum fassen. Mit diesem Sieg bei der inoffiziellen Tourenwagenweltmeisterschaft katapultierte er sich nach seinem Alfa Cup Sieg 2003 in die absolute Topebene der deutschen und internationalen Tourenwagenpiloten.


Obwohl der 21-jährige Volkswirtschaftsstudent aus Mayen den 6,2 km langen und sehr engen Stadtkurs im chinesischen Macau – gegenüber von Hongkong liegend – nicht kannte, gewöhnte er sich an diesen sehr schnell. Hierbei kam ihm sicherlich seine große Erfahrung auf der Nordschleife des Nürburgrings zugute, die teilweise ebenfalls mit schnellen Kurvenwechseln aufwartet. So konnte Hennerici sich auch nach Auswertung der Telemetriedaten aufgrund guter Tips seines Teamchefs Franz Engstler schließlich im Qualifiying auf der neunten Startposition festsetzen.

Der enge Stadtkurs – in verschiedenen Teilen der Strecke liegen zwischen den Leitplanken und Mauern sowie den hindurchfahrenden Wagen links und rechts nur jeweils ca. 20 cm – verlangte den besten Tourenwagenpiloten der Welt viel Können, Mut und Disziplin ab. Gleichwohl wurde kein Lauf beendet, ohne daß mehrere Fahrzeuge zertrümmert wurden.

Am entscheidenden Sonntag, den 16.11.2003, kam es im ersten Rennen ebenfalls zu einer schweren Kollision von fünf Fahrzeugen, so daß das Rennen nach zwei Runden bereits abgebrochen werden mußte. Da das erste Rennen des Finaltages im wesentlichen über die Startaufstellung für das maßgebliche Schlußrennen entscheiden würde, hielt sich Hennerici mit viel Rennintelligenz aus allen denkbaren Crashsituationen nach dem Neustart heraus und überfuhr als Fünfter die Ziellinie. Hier muß erwähnt werden, daß bereits zu diesem Zeitpunkt drei Spitzenpiloten, nämlich Jörg Müller, Andy Priaulx und Thorsten Schubert sowie der Pole-Setter André Cuoto durch Rennunfälle ausgefallen waren.



Im ebenfalls zwölf Runden umfassenden Schlußrennen, konnte Marc Hennerici dann nach relativ kurzer Zeit zu dem vor ihm liegenden BMW-Piloten Peter Schamach aufschließen. Er setzte diesen durch verschiedene angetäuschte Überholmanöver derart unter Druck, daß es ihm schließlich in der berüchtigten Lisboa-Kurve gelang, seinen BMW-Kollegen auszubremsen und innen an ihm vorbeizuziehen. Zwar kam es hierdurch zu einer leichten Kollision, doch konnte auch die linke hintere Heckschürze, die teilweise gefährlich hin und her schlug, den grandiosen dritten Platz für den Rookie nicht mehr verhindern. So standen schließlich Duncan Huisman, Franz Engstler sowie Marc Hennerici auf dem Podium. Nach verklingender Nationalhymne setzte ein ungeheurer Presserummel ein, bei dem der junge Mayener immer wieder seinen Glücksgefühlen freien Lauf ließ: „Vor einer Woche war es noch mein Ziel unter die ersten Zehn zu kommen. Jetzt stehe ich hier auf dem Podium und hatte harte Zweikämpfe mit Peter Schamach, wartete jedoch geduldig bis dieser einen Fehler machte. Ich danke allen, die mir diese großartige Möglichkeit zur Teilnahme im Tourenwagenweltfinale eröffnet haben, allen voran mo-we-ko Motorsport Management, Koblenz, sowie meinem rennsportlichen Vorbild Franz Engstler, dem Technischen Leiter Willi Weber sowie seinen tollen Mechanikern.“

Bleibt abschließend anzumerken, daß die gesamte Engstler-Mannschaft ihren zweiten und dritten Platz in der Nacht noch ausgiebig feierte. Aber auch hier gingen die Gedanken bereits zur Rennsaison 2004. Will Hennerici hier seinen Erfolgsweg fortsetzen, bedarf es noch möglichst zahlreicher und potenter Sponsoren. „Ich würde mich natürlich freuen, wenn diese auch aus unserer Region kämen“, so Hennerici mit verschmitztem Lächeln.



26.06.2014 +++ 24-Stunden-Rennen am Nürburgring 2014 +++ Top-Ergebnis für Marc Hennerici