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Marc Hennerici zurück an der Spitze

Dramatik und Spannung pur im Alfa Cup 2003

Nachdem der Mayener Volkswirtschaftsstudent Marc Hennerici auf Grund eines Getriebeschadens auf dem Salzburgring von der ersten auf die dritte Position in der Gesamtwertung zurückgefallen war, reiste das junge Motorsporttalent sowie das mo-we-ko Motorsport Management Team aus Koblenz zum A1 Ring in Österreich, mit der klaren Absicht, den nur 7 Punkte betragenden Vorsprung zum Führenden zu egalisieren und die Spitze im Alfa Cup zurückzuerobern.

Daß dies an diesem Wochenende nicht so einfach werden würde, zeigte sich schon im ersten freien Training am 20. August 2003. Zwar hatte Hennerici das Gefühl, daß der Wagen nicht so recht lief, konnte dies jedoch aufgrund des relativ starken Regens, bei dem das Training stattfand, nicht genau begründen. Daß sein erstes vages Gefühl, daß mit dem Wagen möglicherweise etwas nicht stimmen könne, richtig war, zeigte sich sodann im Qualifying am 22. August 2003: Hier konnte der Mayener nur auf Platz 5 vorfahren und lag trotz neuer Reifen circa 0,5 Sekunden hinter dem Pole-Setter. Obwohl Hennerici - bescheiden wie er ist - glaubte, daß er an diesem Tag eben nicht gut gefahren sei und möglicherweise auch aufgrund mangelnden Windschattens eine für seine Verhältnisse relativ schlechte Zeit erzielt hatte, wurde die mo-we-ko Crew den Verdacht nicht los, daß irgend etwas an dem Wagen nicht richtig funktionieren könne. Diese Ahnung wurde dann um 10 Uhr nachts Gewißheit, als seitens des Engstler-Motorsport-Rennstalls die Meldung kam, daß beim Auslesen der Daten ein Leistungsverlust des Motors festgestellt worden war. Möglicherweise war diese Minderung der Motorleistung mit ausgelöst durch einen Schaltfehler in dem schwierigen freien Training in strömendem Regen.

Nach kurzer Diskussion wurde sodann entschieden, einen neuen Motor einzubauen und es gelang den aufopferungsvoll arbeitenden Mechanikern des Engstler Rennsportstalls, den neuen Motor nicht nur rechtzeitig wieder einzubauen, sondern zumindest auch auf wenigen Kilometern zu testen. Dies alles geschah unter außerordentlichem Zeitdruck, so daß das Fahrzeug erst kurz vor dem letzten Aufruf zum Vorstart vermessen und damit funktionsfertig war.

Zur Freude aller Beteiligten bedankte sich Marc Hennerici sodann mit einer fahrerisch erneut herausragenden Leistung und konnte sich kurz vor Schluß des Rennens durch einen Überholmanöver auf der Innenbahn an die Spitze des Feldes setzen. Er ging mit einem Vorsprung von mehr als 0,2 Sekunden als Erster über die Ziellinie. Damit übernahm er im Punktegleichstand, aber auf Grund der zahlreicheren Siege, die Führung vor Reinhard Huber und Christian Hohenadel. Dabei trennten allerdings Hohenadel nur 3 Punkte von der Führungsposition.

Da der Mayener bemerkt hatte, daß sein neuer Motor nach anfänglichen Schwierigkeiten immer besser "eingelaufen" war, ging er mit Zuversicht am Sonntag, den 24. August 2003 zum 2. Wertungslauf auf die Strecke. Hier startete er vom 6. Startplatz aus, da er im 1. Wertungslauf Erster geworden war (umgekehrte Startreihenfolge). In einer furiosen Fahrt, bei der die Positionen ständig wechselten, berührten sich die beiden Konkurrenten Hennerici und Huber in einer Kurve so unglücklich, daß Huber auf einen Rang in den Zwanzigern zurückfiel, aber auch Hennerici sich auf Platz 8 des Feldes wiederfand. Mit fulminanten Überholmanövern, die jedoch immer fair ausgetragen wurden, konnte er sich aber wieder auf den dritten Rang vorarbeiten und überholte hier zuvor auch den als Gast startenden Vorjahresmeister Markus Lungstrass auf offener Strecke.

Seinem Punktestand entsprechend wäre der junge Mayener sicherlich auf diesem Platz verblieben, hätte sich nicht in der letzten Runde noch die Gelegenheit geboten, die vor ihm liegenden Piloten Braun und Wedam zu überholen. Durch ein ungestümes Überholmanöver hatte Braun den lange führenden Felix Wedam ins Kiesbett gezwungen und sich selbst dadurch ebenfalls ins Hintertreffen gebracht. So fuhr der Mayener Volkswirtschaftsstudent -nach einem blitzschnellen Ausweichmanöver- unter dem Jubel der Zuschauer als Erster über die Ziellinie.

Erneut hat sich an diesem Wochenende gezeigt, wie eng im Motorsport Erfolg und Mißerfolg nebeneinander liegen, hatte doch der schnelle Christian Hohenadel nach Problemen mit der Motorkühlung aufgeben müssen und auch Martin Tschornia durch den Ausfall der Servolenkung das Ziel nicht gesehen. Marc Hennerici sah dieses für ihn unverhoffte Glück als ausgleichende Gerechtigkeit für den am Salzburgring erlittenen Getriebeschaden, sowie die auch vor dem Sonntagsrennen aufgetretenen Turbulenzen durch die Auswechselung seiner zerschmetterten Frontscheibe in letzter Minute.

Also Spannung und Dramatik pur im Alfa 147 Cup. Nunmehr hofft der Mayener, daß sein Material in den beiden letzten Wertungsläufen in Oschersleben vom 10.-12. Oktober 2003 halten und das rennfahrerische Glück ihm auch dort hold sein möge.

26.06.2014 +++ 24-Stunden-Rennen am Nürburgring 2014 +++ Top-Ergebnis für Marc Hennerici